Cannabis im Betrieb – Risiken, Rechte, Prävention
Neue Herausforderungen für Betriebsrat, Personalrat und SBV
Seit der teilweisen Legalisierung von Cannabis berichten viele Betriebe von einem deutlichen Anstieg konsumbedingter Auffälligkeiten – insbesondere durch Beschäftigte, die unter dem Einfluss von THC zur Arbeit erscheinen. Für Interessenvertretungen stellt sich die Frage, wie mit diesen Situationen professionell und rechtssicher umgegangen werden kann – ohne zu stigmatisieren, aber mit Blick auf Arbeitsschutz und Leistungsfähigkeit. Dabei geht es nicht nur um klassische Suchterkrankungen, sondern auch um den richtigen Umgang mit Konsumverhalten im Spannungsfeld von Gesetzeslage, Fürsorgepflicht und Mitbestimmung. Das Seminar „„Cannabis, Sucht und Arbeit – zwischen Legalisierung, Konsum und Verantwortung“ bietet fundiertes Wissen, praxisorientierte Handlungshilfen und Lösungen für betriebliche Regelungen.
Cannabis im Betrieb – Was hat sich rechtlich geändert?
- Überblick über die Gesetzeslage (BtMG, CanG, Führerscheinthematik)
- Unterschiede zu Alkohol: Was ist erlaubt, was bleibt verboten?
- THC-Wirkdauer, Grenzwerte, Nachweisbarkeit, Besitz, Konsum im öffentlichen Raum
- Bedeutung für Arbeitsverträge, Arbeitsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen
Cannabiskonsum auf der Arbeit – was tun bei „Bekifft im Dienst“?
- Typische Anzeichen akuter Beeinträchtigung
- Umgang mit Verdachtsmomenten ohne Vorverurteilung
- Vorgehen bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung
- Rechtssichere Dokumentation und Gesprächsführung
Suchtverhalten verstehen – Substanzgebrauch vs. Abhängigkeit
- Wirkstoffe und Wirkung von Cannabis
- Unterschiede: Freizeitkonsum vs. medizinische Anwendung
- Suchtpotenzial, psychische Risiken und Langzeitfolgen
- Was ist „problematischer Konsum“?
Arbeitsschutzrechtliche Risiken und Herausforderungen
- Auswirkungen auf Konzentration, Reaktionsfähigkeit, Sicherheit
- Betriebliche Risiken: Fehlverhalten, Leistungsabfall, Unfälle
- Auswirkungen auf das Teamklima und die Kommunikation
- Einbindung in die Gefährdungsbeurteilung
- Verantwortung des Arbeitgebers
Mitbestimmung beim Umgang mit Konsum und Sucht
- Mitbestimmungsrechte und Beteiligung bei Regelungen zu Drogen, medizinischer Anwendung, Arbeitsanweisungen
- Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht: Rechte und Grenzen der Interessenvertretung
- Eckpunkte einer Betriebsvereinbarung
- Regelung von Konsequenzen bei arbeitsplatzbezogener Beeinträchtigung
- Cannabis im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)
Gesprächsführung mit auffälligen Beschäftigten
- Wie spreche ich Betroffene an? – Gesprächsrahmen, Gesprächsleitfaden und Praxistipps
- Was tun bei Ablehnung, Bagatellisierung oder Eskalation?
- Weitervermittlung und nächste Schritte
Enttabuisieren, aber klar regeln
- Kommunikation in der Belegschaft: Suchtprävention und Aufklärung – auch bei Cannabis
- Aufklärungskampagnen: Was wirkt, was schadet?
- Schulungen für Führungskräfte, Ansprechpartner und Kollegen
- Externe und interne Hilfsangebote aktiv nutzen
Kenntnisse nach Abschluss des Seminars:
- Die Teilnehmenden verstehen die rechtliche Lage rund um Cannabis im Betrieb nach der Teillegalisierung
- Sie erkennen typische Probleme bei THC-beeinflusster Arbeitsleistung und wissen, wie sie angemessen reagieren können
- Sie kennen ihre Mitbestimmungsrechte bei Suchtprävention, Aufklärung und Regelungen zum Konsum
- Sie können belastete Kolleginnen und Kollegen sensibel ansprechen und wissen, wann und wie sie weitervermitteln müssen
- Sie erhalten praktische Instrumente zur Gesprächsführung, Krisenintervention und Regelungsgestaltung
Seminarfakten
| Mo. 15:00 – Fr. 12:30 Uhr | ||
| max. Teilnehmer: ca. 18 | ||
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§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 65 Abs. 1 BetrVG § 179 Abs. 4 S. 3 SGB IX § 54 Abs. 1 i.V.m. § 46 Abs. 1 BPersVG bzw. das entsprechende LPersVG |
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Zu den Terminen
| mit Kollegenrabatt | ab 1590,- € | |
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1. Teilnehmer
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1690,- €
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2. Teilnehmer
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1640,- €
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Weitere Teilnehmer
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1590,- €
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| Seminargebühren zzgl. Hotelkosten und MwSt. | ||
| Weitere Teilnehmer können im Warenkorb hinzugefügt werden | ||
Zu empfehlen für
- Betriebsratsmitglieder
- Vertrauensperson der Schwerbehinderten und ihre Stellvertreter
- Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung
- Personalratsmitglieder
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