Betriebliche Altersversorgung

Rechte, Pflichten, Perspektiven für Betriebsräte

Kennung
3837/2026
Dauer
Montag bis Freitag
Standort
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Teilnehmer
Max. ca. 18 Teilnehmer
Neu

Im Seminar „Betriebliche Altersversorgung“ erhalten Betriebsräte einen ausführlichen Überblick über die rechtlichen Grundlagen, Zusagearten und Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Ziel ist es, Betriebsräte zu befähigen, ihre Mitbestimmungsrechte praxisgerecht und rechtssicher wahrzunehmen – von der Prüfung bestehender Versorgungsordnungen bis zur Entwicklung eigener Gestaltungsmodelle. Besonderes Augenmerk liegt auf aktuellen Entwicklungen wie dem zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II), dem Sozialpartnermodell und Opting-Out-Systemen. Anhand konkreter Praxisbeispiele werden Handlungsmöglichkeiten auch für kleinere Betriebe ohne Tarifbindung aufgezeigt.

Grundlagen der Altersversorgung im Überblick

  • Drei Säulen der Altersvorsorge: gesetzlich – betrieblich – privat
  • Ziele und Funktionen der bAV aus sozialpolitischer und betrieblicher Sicht

Das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) verstehen

  • Struktur und zentrale Begriffe im BetrAVG 
  • Schutzrechte der Arbeitnehmer (Insolvenzsicherung, Informationspflichten) 

Zusagearten der bAV – Unterschiede und Praxisrelevanz

  • Leistungszusage (LZ) 
  • Beitragsorientierte Leistungszusage (boLZ) 
  • Beitragszusage mit Mindestleistung (BZML) 
  • Reine Beitragszusage (rBZ – nur im Sozialpartnermodell) 

Die fünf Durchführungswege im Detail

  • Direktzusage (DZ) 
  • Unterstützungskasse (UK) 
  • Direktversicherung (DV) 
  • Pensionskasse (PK) 
  • Pensionsfonds (PF)

Beteiligungsrechte des Betriebsrats bei der bAV

  • Mitbestimmung bei Sozialeinrichtungen (§87 Abs. 1 Nr. 8 BetrVG) 
  • Mitbestimmung bei Entgeltumwandlung (§87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG) 
  • Beteiligung bei Einführung, Änderung und Auswahl von Durchführungswegen 

Rechtsprechung und Grundsätze zur Gleichbehandlung

  • Differenzierungsverbote (z.B. nach Status, Alter, Geschlecht) 
  • Gleichbehandlungsgrundsatz und Tarifvorrang 

Prüfung und Gestaltung einer Versorgungsordnung

  • Inhaltliche Mindestanforderungen 
  • Wahlrechte, Informationspflichten, Dokumentation 
  • Beispielhafte Prüfcheckliste für Gremien 

Reformen durch das 2. Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II)

  • Ziele und Kerninhalte der Reform 
  • Erweiterte Fördermöglichkeiten für Geringverdiener 
  • Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung 

Opting-Out-Modelle und ihre Bewertung

  • Was ist ein Opting-Out-Modell? 
  • Vorteile und Risiken für Beschäftigte 

Sozialpartnermodell (SPM) und die Reine Beitragszusage

  • Reine Beitragszusage: Paradigmenwechsel ohne Leistungsgarantie 
  • Tarifbindung und Rolle der Sozialpartner 
  • Kritische Einordnung aus Sicht des Betriebsrats 

Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats – auch ohne Tarifbindung

  • Strategien für Gremien in tariflosen Betrieben 
  • Nutzung von Initiativrechten zur Einführung einer bAV 

Kenntnisse nach Abschluss des Seminars:

  • Rechtliche und systematischen Grundlagen der bAV
  • Zusagearten und Durchführungswege kennen und unterscheiden
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats – Handlungsmöglichkeiten nutzen
  • Versorgungsordnungen prüfen und neue Regelungen als Gremium mitgestalten
  • Überblick über gesetzliche Reformen und neue Modelle (Opting-Out und Sozialpartnermodell)
2586 Webinar LPVG Hessen Pb Seminar
Kennung
3837/2026
Dauer
Montag bis Freitag
Standort
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Teilnehmer
Max. ca. 18 Teilnehmer
Beginn
Mo. 14.09.2026
15:00
Ende
Fr. 18.09.2026
12:30
Neu

Im Seminar „Betriebliche Altersversorgung“ erhalten Betriebsräte einen ausführlichen Überblick über die rechtlichen Grundlagen, Zusagearten und Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Ziel ist es, Betriebsräte zu befähigen, ihre Mitbestimmungsrechte praxisgerecht und rechtssicher wahrzunehmen – von der Prüfung bestehender Versorgungsordnungen bis zur Entwicklung eigener Gestaltungsmodelle. Besonderes Augenmerk liegt auf aktuellen Entwicklungen wie dem zweiten Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II), dem Sozialpartnermodell und Opting-Out-Systemen. Anhand konkreter Praxisbeispiele werden Handlungsmöglichkeiten auch für kleinere Betriebe ohne Tarifbindung aufgezeigt.

Grundlagen der Altersversorgung im Überblick

  • Drei Säulen der Altersvorsorge: gesetzlich – betrieblich – privat
  • Ziele und Funktionen der bAV aus sozialpolitischer und betrieblicher Sicht

Das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) verstehen

  • Struktur und zentrale Begriffe im BetrAVG 
  • Schutzrechte der Arbeitnehmer (Insolvenzsicherung, Informationspflichten) 

Zusagearten der bAV – Unterschiede und Praxisrelevanz

  • Leistungszusage (LZ) 
  • Beitragsorientierte Leistungszusage (boLZ) 
  • Beitragszusage mit Mindestleistung (BZML) 
  • Reine Beitragszusage (rBZ – nur im Sozialpartnermodell) 

Die fünf Durchführungswege im Detail

  • Direktzusage (DZ) 
  • Unterstützungskasse (UK) 
  • Direktversicherung (DV) 
  • Pensionskasse (PK) 
  • Pensionsfonds (PF)

Beteiligungsrechte des Betriebsrats bei der bAV

  • Mitbestimmung bei Sozialeinrichtungen (§87 Abs. 1 Nr. 8 BetrVG) 
  • Mitbestimmung bei Entgeltumwandlung (§87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG) 
  • Beteiligung bei Einführung, Änderung und Auswahl von Durchführungswegen 

Rechtsprechung und Grundsätze zur Gleichbehandlung

  • Differenzierungsverbote (z.B. nach Status, Alter, Geschlecht) 
  • Gleichbehandlungsgrundsatz und Tarifvorrang 

Prüfung und Gestaltung einer Versorgungsordnung

  • Inhaltliche Mindestanforderungen 
  • Wahlrechte, Informationspflichten, Dokumentation 
  • Beispielhafte Prüfcheckliste für Gremien 

Reformen durch das 2. Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II)

  • Ziele und Kerninhalte der Reform 
  • Erweiterte Fördermöglichkeiten für Geringverdiener 
  • Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung 

Opting-Out-Modelle und ihre Bewertung

  • Was ist ein Opting-Out-Modell? 
  • Vorteile und Risiken für Beschäftigte 

Sozialpartnermodell (SPM) und die Reine Beitragszusage

  • Reine Beitragszusage: Paradigmenwechsel ohne Leistungsgarantie 
  • Tarifbindung und Rolle der Sozialpartner 
  • Kritische Einordnung aus Sicht des Betriebsrats 

Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats – auch ohne Tarifbindung

  • Strategien für Gremien in tariflosen Betrieben 
  • Nutzung von Initiativrechten zur Einführung einer bAV 

Kenntnisse nach Abschluss des Seminars:

  • Rechtliche und systematischen Grundlagen der bAV
  • Zusagearten und Durchführungswege kennen und unterscheiden
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats – Handlungsmöglichkeiten nutzen
  • Versorgungsordnungen prüfen und neue Regelungen als Gremium mitgestalten
  • Überblick über gesetzliche Reformen und neue Modelle (Opting-Out und Sozialpartnermodell)
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