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Datenschutz und Mitarbeiterkontrolle – Teil 1

Technische und rechtliche Grundlagen

Kenntnisse nach Abschluss des Seminars
  • Technische und rechtliche Grundlagen
  • Von den Informationsrechten des Betriebsrats bis zur effektiven Durchsetzung der Beteiligungsrechte
  • Datenschutzfragen zu IT-Systemen
Termine

Seminarinhalte

Rechtliche Grundlagen zum Datenschutz

Regelungen im Grundgesetz: Schutz der Arbeitnehmer vor Überwachung / Die wichtigsten Gesetze zum Datenschutz / Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), das BDSG – Beschäftigtendatenschutz und weitere Anwendungsbereiche im Betrieb

Starke Beteiligungsrechte des Betriebsrats

Mitbestimmung bei der Einführung und Änderung von neuen Technologien, Künstlicher Intelligenz (KI), mobiler Arbeit / Initiativrecht des Betriebsrats / Überwachungsrecht des Betriebsrats beim Datenschutz / Informationsrechte bei Planung und Änderung von technischen Anlagen / Hinzuziehung von Sachverständigen und sonstigen Auskunftspersonen, u. a. beim Einsatz von KI / Effektive Durchsetzung der Beteiligungsrechte

Allgemeine Mitarbeiterüberwachung zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle

Taschen- bzw. Torkontrollen und Testkäufe / Fahrtenschreiber / Einsatz von Privatdetektiven / Einsatz von Ortungssystemen (GPS) / Data Mining / Telefon- und Videoüberwachung / Kassensysteme im Einzelhandel

Technische Grundlagen

Funktionsweise von PC und Netzwerken / Wo und wie werden Daten im Betrieb bzw. im Netzwerk erfasst und gespeichert? / Wie sicher sind Passwörter?

IT-Systeme – Möglichkeiten und rechtliche Grenzen

Betriebsdaten- und Beschäftigtendatenerfassung, Personaldatenverarbeitung / Arbeitszeiterfassung / Internet, Intranet und E-Mail-Systeme (z. B. Outlook, Word usw.) / Tablet-, Handy-, Smartphone- und Telefonnutzung, VoIP / Multifunktionsgeräte und Bring Your Own Device (BYOD) / Arbeiten in der Cloud / Telearbeit, Homeoffice und mobile Arbeit / Elektronische/digitale Personalakte / Videoüberwachung / Integrierte DV-Systeme (z. B. SAP) / Datenanalyse / Was ist – wann und wie –  erlaubt? 

Eckpunkte einer Betriebsvereinbarung zum Datenschutz

Formulare

Seminarfakten

Mo. 15:00 – Fr. 12:30 Uhr
max. Teilnehmer ca. 18
§ 37 Abs. 6 BetrVG
§ 179 Abs. 4 S. 3 SGB IX
mit Kollegenrabatt ab 1290,- €
1. Teilnehmer 1390,- €
2. Teilnehmer 1340,- €
weitere Teilnehmer 1290,- €
Seminargebühren zuzüglich Hotelkosten und MwSt.
übrigens

Dieses Seminar ist Teil der Ausbildungsreihe „Fachkraft für Datenschutz (DEKRA)“. Sobald Sie die Seminare „Datenschutz und Mitarbeiterkontrolle – Teil 1 und 2“ besucht haben, können Sie das Seminar „Fachkraft für Datenschutz (DEKRA)“ besuchen und das DEKRA-Zertifikat „Fachkraft für Datenschutz“ erwerben.

Zu empfehlen für

  • Betriebsratsmitglieder
  • insbesondere IT-Ausschussmitglieder
  • Vertrauensperson der Schwerbehinderten und ihr Stellvertreter
Video zum Seminar "Datenschutz und Mitarbeiterkontrolle – Teil 1"
Termine
Datum
Übersicht
Kennung
Ort
Hotel
Reservierung
Buchung
Juni
27.06. - 01.07.2022
Hamburg
2620/2022
August
22.08. - 26.08.2022
Dresden
3409/2022
September
19.09. - 23.09.2022
Ostseebad Heringsdorf / Usedom
3822/2022
Oktober
17.10. - 21.10.2022
Köln
4221/2022
November
14.11. - 18.11.2022
Berlin
4621/2022
Dezember
05.12. - 09.12.2022
Heidelberg
4916/2022

Gesetzliche Änderungen beim Beschäftigtendatenschutz – Der neue § 26 BDSG im Überblick

Datenverarbeitung muss erforderlich sein

§ 26 Abs. 1 Satz 1 BDSG-neu erlaubt das Verarbeiten personenbezogener Daten von Beschäftigten, sofern dies für Zwecke der Begründung, Durchführung und Beendigung des  Beschäftigungsverhältnisses nötig ist. Dafür ist eine  Verhältnismäßigkeitsprüfung
erforderlich (vgl. BAG, Urteil vom 20.06.2013 – 2 AZR 546/12).

Einwilligung erforderlich

Das Erheben von Daten ist verboten, es sei denn, der Arbeitgeber hat dafür eine Erlaubnis. Die Einwilligung bedarf der Schriftform. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Beschäftigten schriftlich über den Zweck der Datenverarbeitung
und über sein Widerrufsrecht aufzuklären.

Datenverarbeitung zur Aufdeckung von Straftaten

§ 26 Abs. 1 Satz 2 BDSG-neu erlaubt die  Verarbeitung personenbezogener Daten für Zwecke der Aufdeckung von Straftaten im  Beschäftigungsverhältnis. Auch hier ist eine Abwägung zwischen dem Aufklärungsinteresse des Arbeitgebers und dem Recht der Beschäftigten auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten maßgeblich.

Verarbeitung sensibler Daten

Nach § 26 Abs. 3 Satz 1 BDSG-neu ist die  Verarbeitung sensibler Daten, wie z. B.  Gesundheitsdaten, für Zwecke des  Beschäftigungsverhältnisses zulässig, soweit sie zur Ausübung von Rechten oder zur Erfüllung rechtlicher Pflichten aus dem Arbeitsrecht, dem Recht der sozialen Sicherheit und des Sozialschutzes erforderlich ist. Außerdem müssen gesonderte Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Pseudonymisierung oder Verschlüsselung ergriffen werden.

Datenverarbeitung aufgrund von BV

Auch Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträge können gem. § 26 Abs. 4 BDSG-neu die Verarbeitung von Beschäftigtendaten erlauben. Diese
müssen jedoch nach Art. 88 Abs. 2 DSGVO angemessene und besondere Maßnahmen zur Wahrung der menschlichen Würde, der berechtigten Interessen und der Grundrechte der betroffenen Person umfassen. Bestehende Betriebsvereinbarungen sind dahingehend zu überprüfen, ob sie den Anforderungen der DSGVO entsprechen.

Datenverarbeitung zur Erfüllung der Rechte und Pflichten des BR

Das in § 26 Abs. 1 BDSG-neu verankerte  datenschutzrechtliche Erforderlichkeitsprinzip bindet sowohl den Arbeitgeber bei  Zusammenstellung und Weitergabe von Beschäftigtendaten an den Betriebsrat als auch den Betriebsrat selbst bei der weiteren Verarbeitung der überlassenen   personenbezogenen Daten.

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