Die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) in Betrieben ist bereits weit verbreitet. Besonders jüngere und höher qualifizierte Beschäftigte greifen regelmäßig auf KI zurück. Dies zeigen Ergebnisse einer Befragung, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht hat. Wann genau Arbeitnehmer am meisten auf die Unterstützung von KI zurückgreifen, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.
Sehr beliebt: KI zur Textverarbeitung
Am häufigsten werden KI-basierte Systeme zur Textverarbeitung eingesetzt. Diese werden z. B. für Zusammenfassungen, automatische Kategorisierung oder Textgenerierung genutzt. Als konkrete Modelle wurden hier beispielsweise ChatGPT, Microsoft Copilot und Gemini genannt. Andere KI-Anwendungen wie Sprachassistenz, bild-/videobasierte Systeme oder KI-gestützte Diagnoseverfahren kommen deutlich seltener zum Einsatz.
Unterschiede beim Einsatz von KI
Bezüglich des Einsatzes von KI gibt es nicht in mehrfacher Hinsicht deutliche Unterschiede
- zwischen Altersgruppen: Jüngere Beschäftigte nutzen KI häufiger: So geben 23 % der unter 35-Jährigen an, häufig oder immer KI zu nutzen, gegenüber 15 % in der Altersgruppe der (über) 50-Jährigen.
- zwischen Qualifikationsniveaus: Unter Beschäftigten mit einem Meister-, Techniker- oder Hochschulabschluss arbeiten 25 % immer oder häufig mit KI, bei Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung sind es 15 %. Von den Beschäftigten ohne formalen Berufsabschluss arbeiten 19 % häufig oder immer mit KI.
- zwischen Branchen und Tätigkeitsgruppen: So ist der Einsatz von KI in wissensintensiven Berufen, wie etwa im IT-, Büro- oder Dienstleistungsbereich weiterverbreitet als in handwerklichen oder industriellen Tätigkeiten.
Zwischen den Geschlechtern zeigen sich hingegen nur geringe Unterschiede.
Folgen der KI-Nutzung
Auch die Bewertung der KI-Unterstützung fällt gemischt aus. Ein Teil der Beschäftigten sieht darin positive Effekte auf Entlastung, Qualität und Effizienz, während andere den Nutzen zurückhaltender oder zwiespältig einschätzen. Auch wird deutlich, dass die Nutzung von KI mit mehr Handlungsspielräumen, aber auch mit einer erhöhten Arbeitsintensität verbunden ist.
Fazit
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse laut der Experten, dass die Gestaltung KI-basierter Arbeitssysteme noch in einem frühen Entwicklungsstadium steht. Die Herausforderung für den betrieblichen Einsatz von KI besteht ihrer Ansicht nach darin, dass Handlungsspielräume gestärkt und arbeitsbedingte Belastungen nicht erhöht werden. Dabei ist es wichtig, alle Beschäftigtengruppen einzubeziehen und KI nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit den sozialen und organisatorischen Abläufen im Betrieb zu betrachten.
Quelle: BAuA
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