Die Arbeitswelt verändert sich – und damit auch die Anforderungen an den Arbeitsschutz. Neue Risiken und Gefährdungen der modernen Arbeitswelt müssen berücksichtigt und mit einbezogen werden. Nach Einschätzung des TÜV Rheinland sollte die Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG) daher neu gedacht und als „dynamisches Risikomanagementinstrument“ verstanden werden. Ziel ist es, unterschiedliche Risiken nicht isoliert voneinander zu betrachten, sondern ihre Zusammenhänge zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen miteinander zu verknüpfen.
Erste Hilfe für die Psyche
25. August 2026
Einen Kurs in Erster Hilfe macht man in der Regel, wenn es um den Führerschein geht oder auch als Arbeitnehmer, wenn man sich im Betrieb zum Ersthelfer (DGUV Vorschrift 1) ausbilden lässt. Spätestens dann ist man in der Lage, in Notsituationen die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte sicher zu überbrücken und durch geeignete Sofortmaßnahmen Leben zu retten, Gesundheitsschäden zu begrenzen und Betroffene zu unterstützen. Diese Form der Ersten Hilfe zielt vor allem auf die Versorgung körperlicher Notfälle und Verletzungen ab. Doch was ist, wenn die Psyche in Not ist? Tatsächlich gibt es auf betrieblicher Ebene auch die Möglichkeit einer „Ersten Hilfe für die mentale Gesundheit“, also für Menschen in psychischen Ausnahmesituationen. Hier haben wir das Wichtigste für Sie zusammengefasst.
25 Jahre SGB IX – Der Weg zu mehr Teilhabe und Mitbestimmung
10. August 2026
Das Neunte Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) trat am 1. Juli 2001 in Kraft und feierte damit im Juli 2026 sein 25-jähriges Jubiläum. Das Gesetz bündelte erstmals die Vorschriften zur Rehabilitation und Teilhabe und stärkte die Rechte schwerbehinderter Beschäftigter sowie die Rolle der Schwerbehindertenvertretung (SBV) erheblich.
Arbeiten bis zur Rente? Nur mit Gesundheit und Wertschätzung
27. Juli 2026
Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) hat ihren aktuellen Gesundheitsreport veröffentlich. In diesem hat sie die Situation älterer Beschäftigter in Deutschland unter den Aspekten Rentenpläne und Krankenstand untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse lesen Sie hier. Erfahren Sie außerdem, welchen Einfluss ein starkes Betriebliches Gesundheitsmanagement und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden haben kann.
Krankschreibung ab dem ersten Tag: Das plant die Koalition
13. Juli 2026
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine ärztliche Bescheinigung über die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit bisher erst ab dem vierten Tag. Das könnte sich bald ändern. Doch wie kam es zu dieser Entscheidung. Und was bedeutet sie für Arbeitnehmer und Betriebsräte?
Hitzeschutz im Betrieb: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen
02. Juli 2026
Steigende Temperaturen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Hitze beeinträchtigt nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten, sondern wirkt sich zunehmend auch auf Produktivität, Arbeitssicherheit und Wirtschaftlichkeit aus. Mit zunehmender Hitzebelastung sinkt die Leistungsfähigkeit, die Fehlerquote steigt und krankheitsbedingte Ausfälle nehmen zu. Damit gewinnt der betriebliche Hitzeschutz als Bestandteil eines modernen Arbeits- und Gesundheitsschutzes immer mehr an Bedeutung.
Fußball-WM stellt Unternehmen vor organisatorische Herausforderungen
15. Juni 2026
Wenn die Fußball-Weltmeisterschaft läuft, steigt die Begeisterung bei vielen Beschäftigten – doch für Arbeitgeber kann das Turnier auch Auswirkungen auf Produktivität und Personalplanung haben. Eine im Mai 2026 durchgeführte internationale Studie unter 8.000 Beschäftigten zeigt, dass viele Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten an die Spiele anpassen möchten oder mit Leistungseinbußen rechnen.
Adipositas am Arbeitsplatz: Warum und wie Unternehmen hinschauen sollten
22. Mai 2026
Im BGM (Betrieblichen Gesundheitsmanagement) gibt es immer wieder Themen, die stiefmütterlich bis gar nicht behandelt werden. Dazu gehört auch die Krankheit „Adipositas“. Von fehlendem Wissen über Tabuisierung bis hin zu Schwierigkeiten in der Ansprache - Gründe für das außer Acht lassen bestimmter Herausforderungen gibt es viele. Arbeitgeber fühlen sich hier in der Regel nicht zuständig, Übergewicht wird gerne als „Privatsache“ unter den Tisch gekehrt. Adipositas stellt jedoch inzwischen ein wachsendes Gesundheitsproblem dar, das nicht nur wirtschaftliche Folgen hat, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf Arbeitsfähigkeit, Fehlzeiten und Wohlbefinden. Eine Broschüre von REHADAT befasst sich mit dieser Problematik und informiert unter anderem über praktische Lösungen und unterstützende Maßnahmen für die Arbeitsorganisation, um die berufliche Teilhabe von Adipositas-Betroffenen zu verbessern und deren Arbeitsplätze zu erhalten.
Arbeiten trotz Krankheit: Flexibles Modell oder versteckter Sparzwang der GKV?
05. Mai 2026
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht vor enormen finanziellen Herausforderungen. Seit Ende 2023 hat sich ihre finanzielle Lage erheblich verschlechtert. Im Jahr 2024 wiesen die Krankenkassen und der Gesundheitsfonds ein Defizit von insgesamt knapp 10 Milliarden Euro aus. Um die Finanzierungsgrundlagen der GKV zukunftssicher aufzustellen und die Beitragssätze ab 2027 dauerhaft zu stabilisieren, hat das Bundeskabinett am 29. April 2026 den Regierungsentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes beschlossen. Neu eingeführt werden sollen ab 2027 unter anderem die Teilarbeitsunfähigkeit und das Teilkrankengeld. Das schauen wir uns einmal genauer an.
Anspruch des Betriebsrats auf Zurverfügungstellung von Büropersonal
30. April 2026
Die Frage, in welchem Umfang Betriebsräte Anspruch auf personelle Unterstützung haben, gewinnt vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung. Technische Möglichkeiten versprechen Effizienzgewinne, werfen zugleich aber die Frage auf, ob und inwieweit sie klassische Unterstützungsstrukturen ersetzen können. Vor diesem Hintergrund hat sich das Landesarbeitsgericht (LAG) Schleswig-Holstein mit der Reichweite des Anspruchs auf Büropersonal nach § 40 Abs. 2 BetrVG befasst und dabei wichtige Leitlinien für die betriebliche Praxis formuliert (v. 25.09.2025 - 5 TaBV 6/25)
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